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Der natürliche Lebensraum des Platys

So manch einen interessiert es sicher wo der Platy eigentlich herkommt und wie er dort lebt.

Allgemeines / Lebensumstände

 

Am meisten verbreitet ist diese Art in Mittelamerika. In dortigen Flusssystemen bewohnen Platys eher flache Nebenflüsse und Tümpel, die mit fliessendem Gewässer verbunden sind.

Normalerweise werden Zierfische in Deutschland grundsätzlich als "tropische Fische" verkauft. Das stimmt beim Platy und anderen Lebengebärenden schon mal nicht. Die Art kommt aus den Subtropen, der Unterschied besteht hauptsächlich darin das dort Regen und Trockenzeiten herrschen. Dies bedeutet das die Fische dort mit ständig wechselnden Temperaturen, Wasserwerten und Platzangebot zurechtkommen müssen. Die dazu nötige Anpassungsfähigkeit hat Platy, Guppy & Co zu so beliebten Fischen gemacht, da sie eigentlich mit jeder gebotenen Situation fertig werden. Das gilt auch für die so oft als schwach oder krank verurteilten Handelsfische, Massenzuchten oder Inzuchttiere. Eine gute Pflege macht auch den Großteil dieser Tiere kräftig und schön.

Das Verhalten

In der Natur bilden Weibchen und Jungtiere eine große Gruppe, welche von den Männchen umgarnt werden. Die Männchen sind ständig dabei Rivalen zu vertreiben oder selbst bei einem Weibchen zum Zuge zu kommen. Alle Tiere halten untereinander eine Individualdistanz ein, die von hochträchtigen Weibchen vergrößert wird, wenn eine Geburt bevorsteht. Männchen, die ihre Rangordnung klären, belassen es meist bei Imponiergehabe, Verletzte oder Tote gibt es dabei kaum. Wenn die Gruppe groß ist, kommt das größte und kräftigste Männchen das die Weibchen begleitet und beschützt selbst kaum zur Paarung. Er ist zu sehr mit dem Verjagen junger Männchen beschäftigt, so dass dabei oft andere Männchen die Chance zur Paarung nutzen.

Andere Fischarten aus der "Heimat"

Ebenso wie der Platy aus dem Rio Papaloapan stammt z.B. der Achtbindenbuntbarsch (Cichlasoma octofasciatum), der allerdings nicht mit Platys in unserem Aquarium vergesellschaftet werden sollte, da er 20 cm erreicht und Platys als Futter ansieht. Die meisten anderen Lebendgebärenden wie Guppy + Molly ( Poecilia ), Schwertträger und andere Xiphophorus-Arten, und der Schwarzbandkärpfling (Limia nigrofasciata) stammen ebenfalls aus diesem Gebiet. Garnelen der Gattung Neocaridina gehören teilweise auch dazu.

"Nachbau der Natur"

Will man den natürlichen Lebensraum gestalten, sollte man auf dort heimische Pflanzen setzen, wie z.Bspl. Hydrocotyle verticillata (Wassernabel), Echinodorus cordifolius oder muricatus (Froschlöffel) oder Cabomba. Ob man Kies oder Sand nutzt spielt für einen Platy keine Rolle. Beides wird nach Futter abgesucht und teilweise auch abgeweidet.

Natürlich kann man die Natur niemals wirklich nachbilden, allein schon wegen des Platzangebotes. Aber man kann es zumindest versuchen.

Allein deswegen kommt bei mir kein Platy mehr in weniger als 100 cm - Becken. Wer schonmal einen Schwarm dieser Tiere in genügend Platz richtig beobachtet hat, geniesst Balzverhalten, Streitigkeiten, Geburt, Aufwuchs von Jungtieren, Zusammenspiel von Platy und anderer Fischarten, Fressgier und mehr.

 

Publiziert am: Donnerstag, 07. Dezember 2006 (10402 mal gelesen)
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